Periostmassage

Reflektorische Knochenhautmassage

Richtiger Druck auf die Knochenhaut
(Foto: Yuri Arcurs - fotolia.de)

Die Periostmassage ist eine Reflexzonenmassage, bei der direkter Druck auf das Periost (die Knochenhaut) ausgeübt wird. Die über dem Periost liegende Muskulatur wird nicht beeinflusst, die Wirkung erfolgt lokal und reflektorisch, schmerzlindernd auf innere Organe.

Wie die Periostmassage wirkt

Die Periostmassage gehört zu den Reflexionsmassagen. Sie beeinflusst nicht das über dem Knochen liegende Muskelgewebe, wahrscheinlich entsteht die Wirkung durch Endorphinausschüttung, während die Knochenhaut gereizt wird. Reflexzonenmassagen werden auch an anderen Körperstellen ausgeführt, sie sind besonders in der Schmerztherapie erfolgreich. Die zugrunde liegende Theorie geht davon aus, dass die Reflexzonen, die über den gesamten Körper verteilt sind, die Organe "spiegeln".

Massage als Schmerztherapie
Massage als Schmerztherapie (Foto: Claus Mikosch - fotolia.de)

Es gibt Reflexzonen am Fuß, am Rücken, am Ohr, an der Hand, am Schädel und an der Nase. Sie werden neben der Reflexzonenmassage auch bei der Akupressur und der Akupunktur eingesetzt.

Das Periost (die Knochenhaut) umgibt jeden Knochen als bindegewebsartige Hülle, es besteht aus der äußeren, elastischen Kollagenschicht und der inneren Schicht mit Blutgefäßen und Nerven. Die Knochenhaut ist sehr schmerzempfindlich. Sie schützt den Knochen, in ihr befinden sich auch die Knochen bildenden Zellen. Eine Knochenheilung findet über das Periost statt.

Die Anwendung der Periostmassage

Die Behandlung wird punktförmig als Druckmassage angesetzt. Der Masseur passt sich mit seinem eigenen Knöchel oder seiner Fingerbeere in der Druckintensität dem Patienten an. Durch die Massage wird die örtliche Durchblutung angeregt, die Zellregeneration am Periost verbessert sich. Daneben werden durch die Reizung der Knochenhaut Organe reflektorisch beeinflusst. Mit bestimmten Periosten sind bestimmte Organe verbunden, ein Effekt, den man auch aus Fuß- und Schädelreflexen kennt. Schmerzhafte Krankheitsprozesse werden durch die Periostmassage ebenfalls gelindert. Durch Zug und Druck werden alle Stützgewebe des Organismus regeneratorisch angeregt.

Stützgewebe wird angeregt
Stützgewebe wird angeregt (Foto: Liv Friis-larsen - fotolia.de)

Zur Schmerzbehandlung von Arthrosen, Fibromyalgien und Rückenleiden ist die Periostmassage sehr gut geeignet. Auch Blasen- und Verdauungsbeschwerden sowie Duodenalulcera (Zwölffingerdarmgeschwüre) sind durch die Reflexion auf innere Organe gut zu behandeln. Daher wird die Therapie von den meisten Krankenkassen anerkannt und erstattet.

Wichtig: Kontraindiziert sind Tumore. Man ist sich nicht sicher, ob sie durch den Druck zu weiterem Wachstum angeregt werden, soll die Behandlung in diesen Bereichen jedoch vorsichtshalber nicht durchführen. Auch bei der Einnahme gerinnungshemmender Medikamente und bei Osteoporose ist von der Periostmassage abzusehen.

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